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05.07.2016, 21:41
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.07.2016, 21:42 von
Hartmut.)
Hallo zusammen,
Möchte mir für meine Dreipunktwinde eine "Versteifung der Unterlenker bauen". Habe sowas schon mal beim Unimog bzw. kleinem MB Trac gesehen. Es war Rot ( evtl. Werner) wurde zwischen die Unterlenker montiert und versteifte somit, ähnlich wie die Verstrebungen beim Frontkraftheber diese.
Wer hat evtl. Bilder oder Informationen bzw. Ideen hierzu.
Gruß Andreas
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Hallo,
ich denke er will somit die seitlichen Kräfte aufnehmen, die sonst nur durch die Seitenstreben aufgenommen werden.
Gruß Michi
Wer später bremst ist länger schnell
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Ich möchte (wie Michi anmerkt) das er stabiler steht, ähnlich werner Schild und das die Seitenkräfte aufgenommen werden.
Gruß Andreas
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Hallo Andreas,
die Unterlenker selbst sollten eigentlich für alle Fälle stabil genug sein.
Man kann sich höchstens Gedanken machen über eine (zwei) starre Seitenstreben. Die Halterungen derselben sind aber begrenzt in der Aufnahmefähigkeit der dort eingeleiteten Kräfte und die gesamte Heckkonstruktion am Trac (wie auch bei anderen Schleppern) hat hier Grenzen, die mit einer größeren Seilwinde bei Seitenkräften leicht überschritten werden können.
Mit anderen Worten: Du verlagerst das Problem mit Verstärkungen nur.
Dreipunktwinden im professionellen Einsatz sind immer ein Kompromiss, mit dem man aber viele Jahre problemlos zurechtkommen kann, wenn man weiß, worauf man achten muss.
Das schreibt Dir einer, der neben Festanbauwinden auch über viele Jahre und drei Generationen mit Dreipunktwinden gearbeitet hat.
Hans-Hermann bringt es im Grunde auf den Punkt: Lass die Winde ihre Arbeit machen.
Wenn Du speziell mit dem MBtrac über längere Zeit mit Dreipunktwinde rücken willst, dann denke darüber nach, die Hubzylinder in dieser Zeit von einem der Zusatzsteuergeräte doppeltwirkend anzusteuern (das Regelsteuergerät also abklemmen, die Hubzylinder umklemmen auf ein freies Zusatzsteuergerät).
Dann kannst Du das Schild der Winde aktiv in den Boden drücken und damit auch Seitenkräfte recht gut aufnehmen.
Den Hydraulikumbau kann man mit Mehrwegehähnen auch "schaltbar" gestalten, lohnt sich aber nur, wenn die Winde wirklich Stunden machen muss.
Für Hobby reicht das Eigengewicht der Winde immer aus, egal ob leichte Tajfun oder Krpan oder schwere Pfanzelt oder S+R.
Grüße
Holger
406.120 '72, 440.161 '75, 440.167 '83
Die 3 MBtrac-Grundsätze:
1.) Ein MBtrac ist zwar nicht alles, aber ohne MBtrac ist alles nichts!
woraus folgt:
2.) Ein Leben ohne MBtrac ist möglich - aber sinnlos...
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09.07.2016, 10:47
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.2016, 10:47 von
Franz Josef.)
Hallo zusammen,
die Antworten sind für mich gut nachvollziehbar, (besonders Holgers Antwort)
jedoch fragt Andreas auch nach Bildern zur Unterlenkerversteifung im Heckbereich, wie er sie schon irgendwo gesehen hatte.
Mich würden sie inzwischen auch interessieren. Ich habe eine kleine Tajfun Winde und eigentlich hatte ich mir bisher dazu keine Gedanken gemacht. Gut am Boden abgestützt, sollte ja nicht zu viel (Seiten-)Kraft auf die Unterlenker kommen. Es ist allerdings ein Leichtes den Trac zum Kippen zu bringen und da stellt sich dann doch wieder die Frage nach den Kräften.
Vor kurzem wurde hier diskutiert, wie dickwandig das Rohr zwischen den Unterlenkern der Fronthydraulik mit 2 Zylindern sein muss, und insgesamt war die Meinung: es sollte ziemlich stark sein, da es ein dünnes Rohr verwinden könnte.
Wo werden diese Kräfte im Heckbereich aufgenommen?
Somit komme ich nun genau zum Themenstart von Andreas: Bilder, Informationen, Ideen
und auch eine interessante Diskussion dazu.
Gruß
Franz-Josef
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Hallo Männers,
würde mich nicht wundern, wenn eine solche Verstrebung tatsächlich bei Werner gebaut wurde. Die Farbe rot lässt mit einer gewissen Sicherheit darauf schließen. Da kann man durchaus mal eine Mail hinschicken, vielleicht erbarmt sich in Trier jemand und antwortet.
Es gab auch bei verschiedenen Schleppern früher zwischen den Unterlenkern die Konstruktion mit 2 Ketten und Spannschlössern, die am einen Unterlenker jeweils ganz vorn (in Fahrtrichtung) befestigt waren, am anderen dann so weit hinten wie möglich. So was stattdessen mit U-Profil oder ähnlich zu ersetzen, wäre durchaus denkbar.
Die Befestigung ohne zu bohren mit Klemmstücken, oder in die Unterlenker entsprechend große Bohrungen einzubringen, wäre zu überlegen...
Auch bei der Befestigung der Unterlenker gegeneinander muss man bedenken, dass dann auch Kräfte verschoben werden. Die Schlepper mit Unterlenkerregelung haben am schlepperseitigen Koppelpunkt auch an dieser Stelle Grenzen...
Letztlich steht aber auch hier der Erfolg damit, dass das feuchte Brötchen zwischen den Ohren des Fahrers mitspielen muss ;-)
Grüße
Holger
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