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03.12.2015, 09:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03.12.2015, 11:00 von
Hartmut.)
Hallo,
bin gerade dabei die noch originalen Leitungen an meinem Orbitrol zu ersetzen da diese immer feucht waren. Beim abbauen ist mir aufgefallen das die Ringösen nicht mit Kupferringen abgedichtet waren sondern mit Alu- oder Hartmetallringen. Ist das so original, bzw. warum? An sich werden die doch auch mit Kupfer abgedichtet.
Gruß,
Harry
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Das sind Schneidringe. ..Die sind konisch...Durch das konische dichten sie ab...Darum aus Hartmetall
...
MfG
Ronny von der Ostfront
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doch nicht die Schneidringe, die Dichtringe zwischen Ringöse und Orbitrol, bzw. Schraube und Ringöse!
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Hallo Harry,
so wie du die Kupferdichtringe kennst, gibt es diese auch aus Alu, das macht wenig Unterschied.
Meines Wissens nach werden Alu Dichtringe verwendet um bei bestimmten Metallpaarungen ein galvanisches Element (Korrosion) zu vermeiden. Ebenso kann es auch Anwendungen geben, bei welchen der härtere Kupferdichtring die Dichtfläche eines weicheren Materials (z.B. Alu Gehäuse, an der Ansaugbrücke habe ich diese auch schon entdeckt) zerstören könnte. Daher werden in solchen Fällen die weicheren Alu Dichtringe eingesetzt.
Ich gehe aber davon aus, dass das Orbitol aus Stahl /Guss besteht, daher sollte es keine Probleme geben Kupferdichtringe zu verwenden.
Gruß
Benedikt
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Hallo Harry
Wie schon von meinen Vorrednern richtig geschrieben kommt es auf die zu dichtenden Materialpaarungen an,der Aludichtring ist weicher u gleicht somit Unebenheiten mit weniger Anzugsdrehmoment früher aus!
Was ich noch als Tipp ins Forum werfen wollte,falls der Kupferdichtring zu hart ist,man kann den durch weichglühen noch weicher machen,hierbei erwärmt man den mit einem Schweissbrenner oder ähnlichen,hält den 1-2 Min auf Temperatur u lässt ihn dann einfach normal auskühlen,optisch erkennt man das dann daran das der auch wenn er kalt ist mehr ins rot reingeht!
Ergebniss ist ein sehr weicher u anschmiegsamer Dichtring für besonders hartnäckige Fälle😀!
Mfg Geri
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Hallo zusammen,
ein weiterer Grund für Alu-Dichtringe ist der Preis. Die Dinger sind einfach günstiger.
Ein interessanter Fall sind die Dichtringe der Einfüll- und Ablassschrauben bei Außenplanetenachsen (Mercedes, MAN), hier ist der Kleine aus Kupfer, der Große aus Alu. Mit Materialpaarung hat das hier nichts zu tun, beide Schrauben sind aus Stahl und hängen in demselben Blechdeckel. Und dicht würde das auch mit zwei mal Cu (so war es früher) oder zwei mal Al.
Der Tip von Geri funktioniert übrigens auch, um alte, deformierte Cu-Ringe wieder zu verwenden (denn nicht immer hat man den Passenden auf Lager, und Abends oder am Wochenende bekommt man schwierig Ersatz):
Den großen Dichtring im HBZ meines U1700 habe ich auf diese Weise reaktiviert, das hält seit 8 Jahren (im Rep.-Satz war der Falsche, und es war Samstag Nachmittag...)
Grüße
DaPo (Daniel)
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Hallo nochmal
Was ich mir auch noch als Improvisation zum weichglühen vorstellen kann für Leute die über keinen Schweissbrenner (mich eingeschlossen) in ihrer Werkstatt verfügen,ist zum einen eine Lötlampe,u zum anderen könnte man versuchen den Kupferdichtring einfach auf das Ceranfeld vom Küchenherd zu legen u zu erwärmen!
Hab es am Herd zwar noch nicht versucht,aber ich denke das würde auch gehen!
Mfg Geri
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04.12.2015, 11:31
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.12.2015, 15:37 von
Hobbyfahrer.)
Guten Morgen.
Eine weitere Möglichkeit, um zum Beispiel Lager zur Montage anzuwärmen, ist ein altes ausrangiertes Bügeleisen zu nutzen.
Wir spannen dazu das Bügeleisen einfach mit der Heizplatte nach oben in den Schraubstock ein - zu erwärmentes Bauteil auflegen - halbe Minute warten - montieren
Gruß Thomas
"Leidenschaft für Landwirtschaft"